Filmclub Deinhard Koblenz
Was ich bedenken muss, wenn ich Mitmenschen filme Recht am eigenen Bild (§ 22 Kunsturhebergesetz) Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden. Die Einwilligung gilt im Zweifel als erteilt, wenn der Abgebildete dafür, dass er sich abbilden ließ, eine Entlohnung erhielt. Nach dem Tode des Abgebildeten bedarf es bis zum Ablauf von 10 Jahren der Einwilligung der Angehörigen des Abgebildeten. Angehörige im Sinne dieses Gesetzes sind der überlebende Ehegatte oder Lebenspartner und die Kinder des Abgebildeten, und wenn weder ein Ehegatte oder Lebenspartner noch Kinder vorhanden sind, die Eltern des Abgebildeten. (Bei minderjährigen Kindern ist das Einverständnis der Erziehungsberechtigten einzuholen) Ausnahmen (§ 23 Kunsturhebergesetz) Ohne die nach § 22 erforderliche Einwilligung dürfen verbreitet und zur Schau gestellt werden: Bildnisse aus dem Bereich der Zeitgeschichte; Bilder, auf denen die Personen nur als Beiwerk neben einer Landschaft oder sonstigen Ört- lichkeit erscheinen; Bilder von Versammlungen, Aufzügen und ähnlichen Vorgängen, an denen die dargestell- ten Personen teilgenommen haben; Bildnisse, die nicht auf Bestellung angefertigt sind, sofern die Verbreitung oder Schaustel- lung einem höheren Interesse der Kunst dient. Die Befugnis erstreckt sich jedoch nicht auf eine Verbreitung und Schaustellung, durch die ein berechtigtes Interesse des Abgebildeten oder, falls dieser verstorben ist, seiner Angehörigen verletzt wird. Recht zur Abbildung eines Bauwerks Nach § 59 UrhRG ist es zulässig, Werke, die sich bleibend an öffentlichen Wegen, Straßen oder Plätzen befinden, öffentlich wiederzugeben. Ist das Bauwerk dem Blick der Öffentlichkeit durch Zäune oder Bäume entzogen, darf sein Bild nicht verbreitet werden. Schon das Betreten des Grundstücks zum Fotografieren oder Filmen ist unzulässig. Fotos bzw. Filme dürfen nicht ohne Einverständnis des Autors veröffentlicht werden. Die Schutzfrist beträgt 70 Jahre. GEMA-Gebühren Wenn ein Film mit Musik unterlegt ist und öffentlich gezeigt wird, fordert die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und Vervielfältigungsrechte (GEMA) Gebühren. Gebührenpflichtig ist immer der Veranstalter. Für rein private Veranstaltungen besteht keine Gebührenpflicht. Wird der Film im Rahmen von Veranstaltungen des BDFA vorgeführt, werden die Forderungen durch den BDFA abgegolten, so dass dem Filmer keine Formalitäten und Kosten entstehen. Das gleiche gilt für Filmvorführungen innerhalb der Autorenabende des Filmclubs Koblenz. Wer nähere Auskünfte braucht, wende sich an die GEMA-Bezirksdirektion Wiesbaden, Sachgebiet Saarland-Rheinland-Pfalz, Abraham-Lincoln-Straße 20 in 65189 Wiesbaden, Telefon 0611-7905-3. Der Filmclub gibt auch Auskunft über die Möglichkeiten, GEMA-freie Tonschöpfungen zu erwerben.
Rechte beachten
Home
Leitlinien für die Filmkritik
Bei zahlreichen Gelegenheiten in den vergangenen Jahren waren die Bewertung von und die Kritik an Filmen der Clubmitglieder immer wieder ein Thema nicht ohne Kontroversen. Geschäftsführer Dieter Botter legte auf Anregung des Vorstandes am ersten Programmabend in diesem Jahr ein Papier vor, das einige Grundsätze und eine Bewertungsstruktur für die künftige Behandlung von clubinternen Filmen enthält. Vorsitzender Dieter Borowski eröffnete die Diskussion mit der Feststellung, dass man bei der Verwirklichung des Vorhabens sicherlich nicht den Stein der Weisen finden werde. Aber man könne sich vorstellen, wie sich ein Autor fühle, wenn einer seiner Filme bewertet werde. Am Beginn einer Filmkritik müsse eigentlich immer die Frage stehen, ob der Autor einverstanden sei, dass sein Film kritisiert werde. Liege dieses Einverständnis nicht vor, müsse man die Ablehnung einer Kritik respektieren. Jeder Autor sei in seiner Entscheidung frei. Das schließe aber nicht aus, dass man sich bei der Bewertung eines Films Regeln auferlegen müsse. Dieter Borowski dankte Dieter Botter, dass er aus entsprechenden Vorlagen in knapper und griffiger Form die wesentlichen Gesichtspunkte einer Filmkritik zusammen getragen habe. Je voluminöser ein Regelwerk sei, desto weniger sei es für die Praxis geeignet. Zum Schluss seiner Einführung gab der Vorsitzende zu bedenken, dass der Autor einer Kritik seiner Filme auch hilfreiche Anregungen für weitere Vorhaben entnehmen könne. Dieter Botter erklärte zu seinem Papier, er habe nur so viele Punkte zusammen getragen, dass man sie im Kopf behalten könne. Seine Vorschläge fanden durchweg Zustimmung. Es gab einige wenige Ergänzungen und zum Schluss die lobende Feststellung, dass die Präambel der Leitlinien einem Anfänger Mut mache. Sich am neuen clubeigenen Regelwerk orientierend, schauten sich die Teilnehmer des Clubabends sozusagen übungshalber anschließend einen Film aus der Werkstatt von Maximinimum an. Der Koblenzer Stadtführer Manfred Gniffke klärt darin als Hauptdarsteller die Zuschauer über die Preußen in Koblenz auf. Die anschließende rege Aussprache ließ erkennen, dass die Filmamateure ihr Regelwerk anscheinend bereits verinnerlicht haben. –hs-
Filmbewertung
1 . Behandle den Film eines Anderen so als wäre es Dein Werk! 2 . Der Autor hat viel Arbeit hineingesteckt und viele mir u.U. fremde Lösungen eingebracht! 3 . Frage nach, warum etwas SO gemacht wurde und nicht so, wie Du es gerne hättest. 4 . Eine Medaille hat immer zwei Seiten: Was kann ich loben, was sollte ich kritisieren?
Bitte beachten:
Gestaltung ?
Schwerpunkte/Themen:
Ein guter Film?
Wissenswertes