Filmclub Deinhard Koblenz
Wir drehen Filme:
für uns, für die Familie, für andere Menschen. Wir treffen uns alle vierzehn Tage, um einander Filme zu zeigen und unser Wissen auszutauschen. Wir sind über das Internet miteinander vernetzt, um uns zu verständigen. Wir helfen einander, wenn es Probleme gibt: mit der Kamera, mit den Schnittgeräten, mit der Software.
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Clubabend am 02. Mai 2019
Schlaraffia ( = weltweite deutschsprachige Vereinigung zur Pflege von Freundschaft, Kunst und Humor): Mit einem Kurzfilm über eine „Sippung“ ( = Zusammentreffen) mit Ordensverleihung der „Reyche Confluentes“ ( = Ortsverband Koblenz) überraschte unser Clubmitglied, Herr Hünermann. Die fremd wirkenden Rahmenbedingungen des schlaraffischen Spiels folgen dem Regelwerk des „Schlaraffen-Spiegels und der Ceremo - niale“. Im Rahmen seines Autorenabends präsentierte Herr Borowski zunächst seine letzten Luftaufnahmen mit einem Copter . Gezeigt wurden Luft - aufnahmen von Lanzarote um den Nationalpark Timanfaya mit seiner eindrucksvollen Vulkanlandschaft und das Weinanbaugebiet um La Geria. Deutlich waren die Vertiefungen für die Weinstöcke in der schwarzen Lavaasche und die halbkreisförmigen Mauern aus Lavastei - nen zu sehen. Die veränderten rechtlichen Bedingungen haben die Nutzung von Coptern sehr stark eingeschränkt. Herr Borowski hat das Filmen mit seinem Copter aufgegeben. In einem zweiten Film zeigte Herr Borowski ein weiteres Beispiel selte - ner Berufe: Er besuchte mehrmals einen Küfer, die Küferei Gies in Bad Dürkheim. Kleinschrittig verfolgte der Zuschauer die Herstellung von Holzfäs - sern . Nach der Vorbereitung der Dauben ( Eichenbretter ) mittels Maschinen erfolgte die Formung eines korbartigen Gebildes. Die Dauben wurden per Hand in einen Metallring gefügt. Mittels Feuer, Wasser und einer Seilwinde werden die Dauben zu einem korbartigen Fassrohling zusammengezogen. Die Rohlinge für den Deckel und den Boden wurden in ihrer Herstellung gezeigt. Das Zusammenfügen von offenem Fassrohling, Deckel und Boden mittels einer mit getrocknetem Schilfrohr ausgefüllten Nut als Platzhalter, zeigte der Film eindrucks - voll. Nach dem Entfernen der provisorischen Arbeitsreifen erhalten die Fässer ihre endgül - tigen Metallreifen. Mit viel Liebe zum Detail zeigte der Film dem interessiert folgenden Zuschauer die große handwerkliche Kunst des Küfers. Ausschnitte aus einer Theateraufführung , „Tausche tollen Job gegen miese Scheidung“, auf der Klein - bühne des Fort Konstantin, einer Gemeinschaftsarbeit mehrerer Clubmitglieder, beendete einen eindrucks - vollen Clubabend.
Ein Fass entsteht oder die Kunst des Küfers
- 03. Mai 2019 -
Clubabend am 16. Mai 2019
Schwarzbären auf Schritt und Tritt
Johannes Schattner, leidenschaftlicher Globetrotter und Filmer, bot wie - der einmal interessante Einblicke in sein reichhaltiges filmisches Schaffen. Auftakt war ein Ausschnitt aus dem Konzert „Sternenhimmel“ des Musikvereins Löf, das Schattner in Teamarbeit mit vier weiteren Fil - mern komplett aufgenommen und erfolgreich synchronisiert hatte. Auf dieser musikalischen Reise durch das Weltall erlebten die Zuhörer u.a. eine originelle Showeinlage. Bei der Wiedergabe des berühmten amerika - nischen Militärmarsches „Sternenban - ner“ geraten Dirigent und Musiker, von einer Fernbedienung gesteuert, zur Heiterkeit des Publikums aus Takt und Gleichklang. Es folgten Impressionen vom regenreichen Nordwesten Teneriffas im November 2018. „Bei scheußlichem Wetter“, wie der Filmautor seufzend eingestand. Was die Wirkung der Landschaftsbilder jedoch nicht beein - trächtigte. Die Zuschauer erlebten an der Küste von Bajamar Sturm und Wellenbrecher, sahen im Innern der Insel Traumgärten, Innenhöfe, Wasserspiele, Bil - der von La Laguna und dann auf einer Wanderung am Pico del Teide, mit 3718 Metern der höchste Berg Spaniens, die kar - gen Felsen einer bizarren Vulkanlandschaft. Auch bei seinem dritten Film musste der Autor feststellen, dass auf sei - nen Reisen das Wetter nicht immer mitspielt. So auch im September/Oktober 2018 im Westen Kana - das, wo es an 21 Tagen regnete und schneite. In einem Wohnmobil namens „Canadream“ fuhren Schattner und seine Frau in elf Etappen von Vancouver nach Cal - gary. Sie nutzten Traumstraßen und Fähr - schiffe, genossen auf dieser Fahrt die erstrebte Unabhängigkeit. Dabei entstand ein Film, in dem sich unzäh - lige reizvolle Motive aneinander reihen: Bergketten mit riesigen Regenwäldern und jahrhundertealte Douglasien, Wasserfälle von beein - druckender Schönheit, schneebedeckte Gipfel , die sich im glasklaren Wasser malerischer Seen spiegeln, die Unberührtheit schier unendli - cher Naturparks. Ein besonderes Augenmerk widmete der Filmer den Tieren des Landes. Immer wieder tauchen zottige Schwarzbä - ren und grazile Wapitis auf. Man sieht Lachse, Seehunde, Adler, Elche, Wildziegen und Bergschafe. Die gegen Ende der Reise notwendige Montage von Schneeketten kann nur mit Unterstützung eines hilfsbereiten Lkw-Fahrers bewältigt werden. Knappe Kommentare erläutern die Filmszenen. Zeitgenössische kanadi - sche Komponisten steuerten die eingängige Begleitmusik bei. Das Publikum bekundete Anerkennung. –hs-
- 19. Mai 2019 -
Wie ein Naturfilm entsteht ….
Stefan Tannenberg ließ seine Clubfreunde an der Entstehung seines neuen Filmprojekts teilhaben, das Natur und Kultur im Mittelrheintal dokumentieren wird. Zehn Jahre lang reifte der Plan, seit 2015 setzt ihn der Filmer in zigtausend Filmsequenzen um. Die Vorbereitungen sind umfänglich, erfordern einen riesigen Zeitauf - wand. Ein Blick in das Drehbuch vermittelt einen Einblick in die Schwierigkeit, Tieraufnahmen jahreszeitlich zu ordnen und Zusammen - hänge zu schaffen. Akribisch sind Szenen in Kultur und Natur aneinander gereiht, Origi - naltöne und Geräusche, Musik, Jahres- und Tageszeit, Standorte, Zusammenhänge und Übergänge sowie Textvorschläge registriert. Aus der Fülle seines Materials griff Tannen - berg interessante Beispiele aus der Natur heraus, die seinen Ideen - reichtum belegen. Stets ist er bedacht, seine Motive an Stellen zu finden, die der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt sind. Er filmte Landschaftsbilder u.a. an Bord eines Doppeldeckers oder mit Hilfe einer Drohne, immer mit entsprechenden Erlaubnisscheinen in der Tasche. Drei Wochen brauchte er, bis er einen Fischadler beim Fang einer Bachforelle erwischte. Mit einer Son - dererlaubnis durfte er den Schlaf von Fledermäusen filmen, wobei er auf Licht und Schatten achtete, um Bewegung ins Bild zu bringen. Aufnahmen eines Gewit - ters ließen zeitraubende Aufnahmetechni - ken erkennen. Außergewöhnliche Aufnahmen von Wasserproben im Mikroskop vermittelten Kenntnisse, wovon sich Fische ernähren. Die Zuschauer erlebten ein Gewimmel von Pantoffel-, Wimper- und Panzer - tierchen, Faden- und Gliederwürmern. Weitere Filmproben zeigten die seltene Smaragdeidechse oder ein possierliches Wasseramselpärchen beim Baden und Tauchen, beim Nestbau und Füttern des Nachwuch - ses. Tannenberg belauschte und filmte den attraktiven Wiedehopf sowie den bunten Bienenfresser, war dabei, als eine Schlange einen Fisch herunter - würgte. Zur Sprache kamen u.a. auch das Handicap eines Tierfilmers, wenn Geräusche wie Hun - degebell oder Motorradlärm seine Arbeit beeinträchtigen, oder die stundenlangen Wartezeiten, bis sich bestimmte Verhaltensweisen eines Tieres darstellen lassen. Wenn es dann so weit ist, helfen Zeitlupenaufnahmen und die Bearbeitung des Originaltons, schwierige Umstände zu überbrücken. Mit Aufnahmen preußischer Kanoniere auf der Festung Ehrenbreitstein und mittelalterlicher Begegnungen in Oberwesel deutete Tannenberg sein Bemühen an, in sein Filmprojekt nicht nur die Natur, sondern auch die Kultur im Mittelrheintal einzubeziehen. Ob ihm dieser Spagat gelin - gen wird, bleibt eine spannende Frage. Den Film zu schneiden, zu kommentieren und zu vertonen, wird noch eine Weile dauern. Eigens für den Film komponierte Musikstücke liegen bereit. Ein Werbefilm für den Film ist bereits fertig. Das Publikum war beeindruckt, spendete reichen Beifall und Vorsitzender Dieter Borowski ließ im Namen aller erkennen, dass alle Kostproben, die man sehen durfte, neugierig gemacht haben auf das fertige Werk, das angekündigt ist. Zu Beginn der Veranstaltung hatte Borowski in einem Film von einer Minute Dauer einen Zusammenhang zwischen Kamera, 3-D-Drucker und Mini-Dolly aufgezeigt. Der kleine ferngesteuerte Kamerawagen umrundet eine mit Hilfe eines 3-D-Druckers entstandene Mini-Büste des Filmers und veranschaulicht interessante neue Wege in der Handhabung einer Kamera. –hs-
Clubabend am 13. Juni 2019
Unser nächstes Treffen
- 16. Juni 2019 -
Gedankenaustausch mit Fotografen
Clubabend am 27. Juni 2019
Der Filmclub hatte wiederum interessante Gäste. Diesmal waren Mitglieder des Fotoclubs Koblenz seiner Einladung zu einem regen Gedankenaustausch gefolgt. Eckhard W. Schaust, der Vorsitzende des Fotoclubs, freute sich, dass der überraschende Kontakt beider Clubs zustande gekommen sei. Er verwies ebenso wie Dieter Borowski auf Gemeinsamkeiten in der apparativen Ausstattung von Fotografen und Filmern, verdeutlichte aber auch die Unterschiede in der Ausübung beider Hobbys. In einer Bildpräsentation stellte sein Stellvertreter Helmut Wagner das umfängliche Arbeitsprogramm des Fotoclubs vor, der 1956 gegründet wurde, 25 Mitglieder hat und durch seine Teilnahme an zahlreichen Wettbewerben zu den erfolgreichsten fotografischen Vereinen in Deutschland zählt. In einer umfänglichen und vielsagenden Foto - schau, die dreizehn Arbeitstitel, darunter Architektur, Doppelbelich - tung, Schwarzweiß und Minimalismen, umfasste, gab Wagner einen Einblick in das Bemühen seiner Clubmitglieder, in Gestaltung, Aufbau und Motiven ihrer Fotos Freude am Fotografieren, aber auch künst - lerische Ansprüche auszudrücken. Dabei wurde vor allem erkennbar, welche Veränderungen in techni - scher und gestalterischer Hinsicht die Fotografie in den vergangenen 50 Jahren erfahren hat. Es erga - ben sich viele Zwischen- und Gegenfragen und Dieter Borowski, der Vorsitzende der Gastgeber, fasste den Eindruck aller Filmer zusam - men, indem er feststellte, dass dieser Abend die Erwartungen „übererfüllt“ habe. –hs- Homepage unserer Gäste : www.foto-club-koblenz.com/ueber-uns/
- 29. Juni 2019 -
Für 20 Jahre Mitgliedschaft geehrt
Horst Schilling, Beisitzer im Vorstand des Clubs, wurde für 20 Jahre treue und aktive Mitgliedschaft geehrt. Vor - sitzender Dieter Borowski (links) über - reichte ihm eine Urkunde und sprach die Hoffnung aus, dass der Jubilar noch recht lange ein tragendes Mit - glied des Clubs bleiben werde.
- 30. Juni 2019 -
22. August / 19:30 Uhr Reisereportagen aus Indonesien u. Cornwall von Werner Weyer
2. Halbjahr 2019
Und so geht es weiter
05. September / 19:30 Uhr Reisereportage eines Profis vorgestellt von Rolf-Erich Schwarz
19. September / 19:30 Uhr „Bestseller“ aus dem „Offenen Kanal Koblenz“ von Dieter Borowski
27. September Clubausflug an die Mosel
17. Oktober / 19:30 Uhr Hygiene in der Gastronomie, Abenteuer Stromboli mit Stefan Tannenberg
31. Oktober / 19:30 Uhr 1. Römische Wasserleitung in Brey mit Johannes Schattner 2. Im Schneckentempo durch Frankreich mit Claus Hünermann
14. November / 19:30 Uhr Kinderchor, Treckerparade mit Martin Schmitt
28. November / 19:30 Uhr Rückblick auf „ Das dritte Auge von/mit Bernd Schneider
12. Dezember In geselliger Runde: Jahresabschlussessen
Warum die Nasen nach Nahrung suchen
Clubabend am 08. August 2019
Der Filmclub Deinhard hat seine Sommerpause beendet und sein Pro - gramm im zweiten Halbjahr 2019 verabschiedet. Zehn Clubmitglieder werden an sieben Clubabenden neue und interessante Filmprojekte vorstellen oder immer noch sehenswerte Oldies aus ihren Archiven prä - sentieren (Siehe „Programm“). Sozusagen als Einstimmung auf den bevorstehenden Rhein in Flam - men zauberte Dieter Borowski ein mitreißendes Feuerwerk auf die Leinwand. Er ließ in seinem Film den Raketenspezialisten Helmut Reu - ter, Chef der Spezialfirma Steffes-Ollig in Müllenbach/Eifel und mehrfacher Weltmeister der Branche, berichten, wie mit Hilfe moderner digitaler Technik die Partitur eines Feuerwerks entsteht, die nichts dem Zufall überlässt. Die Zuschauer sahen die Vorbereitungen eines eingespielten Teams auf ein Musikfeuerwerk in den Binger Weinbergen. Sie lernten, dass Feuerwerk Kunst und Handwerk zugleich ist, und erlebten aus sicherer Distanz Sternenmomente für die Sinne. Martin Schmitt war mit der Kamera dabei, als Bernd Schneider, Produzent von Koblenzer Kriminalfilmen, im Clubheim des Musikver - eins Löf eine Szene für „Das dritte Auge“ , sein neuestes Werk, gedreht hat. Jetzt ließ er im Nachhinein seine Clubfreunde am Zustandekommen dieser Szene teilhaben. Die Zuschauer erfuhren aus erster Hand, mit welchem Zeitaufwand die Verbrecher in Löf gesucht wurden. Die Szene musste siebenmal aufgenommen werden, ehe der Regisseur sie akzeptierte. Stefan Tannenberg steuerte zum ersten Filmabend im zweiten Halbjahr einen lehrrei - chen Naturfilm bei. Zusammen mit Manfred Fetthauer ging er darin der Frage nach, warum der Fischbestand in der Nister seit 1999 dramatisch zurückgegangen ist. In den Jahren zuvor lebten und laichten allein 330.000 Nasen im Fluss, ein zur Familie der Karpfen zählender Süßwasserfisch, dessen Bezeichnung von der besonderen Form seines Mauls abgeleitet wird. Die beiden Filmer berichteten über die Erkenntnisse der Wissenschaftler, welche u.a. das Ökosystem und die Nah - rungskette in dem Gewässer gestört sehen. Sie zeigten die Vielzahl der hier heimischen Kormorane auf, die sich von Fischen ernähren und wegen ihrer Fress - sucht bei Fischern und Anglern höchst unbeliebt sind. Man befürchte, dass es noch viele Jahre dauern werde, bis an der Nister der Stand von 1999 wieder erreicht sei. –hs-
- 11. August 2019 -