Filmclub Deinhard Koblenz
Wir drehen Filme:
für uns, für die Familie, für andere Menschen. Wir treffen uns alle vierzehn Tage, um einander Filme zu zeigen und unser Wissen auszutauschen. Wir sind über das Internet miteinander vernetzt, um uns zu verständigen. Wir helfen einander, wenn es Probleme gibt: mit der Kamera, mit den Schnittgeräten, mit der Software.
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Wo Traktoren paradieren, ein Ökosystem Gesundung braucht und Wasser durch die Felsen läuft
Clubabend vom 14. November 2019
Das Programm dieses Clubabends war breit gefächert und reich an Kon - trasten. Den Auftakt bestritt Martin Schmitt, der Höhepunkte des diesjährigen Wein- und Heimatfestes seiner Geburtsstadt Ellenz in zwei Filmen dokumentiert hat. Zuerst sangen drei - zehn grünbemützte „Klangfrösche“ des örtlichen Kinderchores zunächst ohne, dann mit Sonnenbrillen zur Freude aller Besucher fröhliche Lieder. Dann stellte Ute Schneider, die Vorsitzende des Heimatvereins, in einer Treckerparade die zum Teil über 50 Jahre alten, gepflegten Schätze der Moselwinzer vor. Gekrönte und ungekrönte Schönheiten posierten dabei als Beifahrerinnen. Stefan Tannenberg zeigte die Endfassung seines Filmes über das Öko - system in der Nister, mit dem er am 1. Dezember am Landesfilmfestival in Blieskastel teilnehmen will. In dem Naturfilm , dessen Anfänge die Clubmitglieder bereits miter - lebt haben, berichten er und Manfred Fetthauer eindrücklich über die Bemühungen von Natur - schützern und Wissenschaftlern, die seit Ende der 90er Jahre gestörten Nahrungsketten der Fische in der Nister auf Dauer zu sichern. Man versicherte beiden Auto - ren, ihnen bei der Preisvergabe die Daumen zu drücken. Schließlich berichtete Horst Schilling über seine zeitraubenden Bemühun - gen, seine umfänglichen Filmschätze in DV-Minikassetten in mp4-Dateien zu konvertieren und auf Festplatten zu speichern. Da musste die alte Kamera aktiviert werden. Es galt, das richtige Kabel und eine zuverläs - sige Software zu finden. Das alles ist gelungen. Zwei Kostproben bewiesen, dass die ursprüngliche Qualität der zum Teil 20 Jahre alten Filme bewahrt werden kann. Auch deren Inhalte beeindruckten. Vorsitzender Dieter Borowski würdigte den „Kunst - genuss“, einen Rundgang durch die Pinakothek der Moderne in München , als ein Lehrbeispiel für die Lebendigkeit, mit der man über ein Museum berichten kann. Als ebenso stimmig in Bild, Farbe, Musik und Kommentar empfanden die Zuschauer den Film „Wo das Wasser durch die Felsen läuft“, den Schil - ling 1999 im Antelope Canyon nahe bei Page in Arizona gedreht hat. Durch Erosion haben sich in einer 400 m langen, ebenerdigen Schlucht roter Sandsteine außergewöhnliche Formen und Farben gebildet, die bei einfallendem Sonnenlicht fantastische Farb- und Lichtspiele ergeben. Der sogen. „Korkenzieher-Canyon“ wurde 1931 von einem 12jährigen Indianermädchen beim Schafe - hüten entdeckt. Im Herbst 1997 sind 20 Touristen in einer Flutwelle in den engen Felsspalten ertrun - ken. Die Sehenswürdigkeit, von den Navajos „Tsé bighánilini“ („Wo das Wasser durch die Felsen läuft“) genannt, war daraufhin ein Jahr lang für Besucher gesperrt. Das Publikum bescheinigte dem Filmer die immer noch vorhandene Preiswürdigkeit seiner Oldies. Mit der aufmunternden Bitte von Dieter Borowski, noch möglichst viele dieser „verborgenen“ Schätze digital zu heben, entsprach er sicherlich der Hoffnung aller Anwesenden.
- 17. November 2019 -
Fachsimpeln mit einem Regisseur
Clubabend vom 28. November 2019
Den letzten Autorenabend des Clubs im alten Jahr gestalteten Filme - macher Bernd Schneider, Catrin Nickenig, eine der Hauptdarstellerin - nen, und Kameramann Kurt Seifert mit einer selbstkritischen Betrachtung ihres jüngsten Krimis. Aufhänger war ein Film, den Sei - fert am 9. November über die Premiere des neunten Koblenzer Benefiz-Krimis „Das dritte Auge“ in der Rhein-Mosel- Halle gedreht hatte und an diesem Abend vorführte. Bernd Schneider schilderte die Fülle der Fragen, die sich ihm vor und nach der Premiere stellten. Wählt man lieber einen kleinen Saal, der voll ist, als einen großen Saal, der halbvoll ist? Kürzt man das Vorpro - gramm? Ist ein Film von zwei Stunden Dauer zu lang? Wie vermarktet man den Film? Lohnt es sich, noch einmal einen Film zu drehen? Wenn ja, kann man besser planen? Das Rundgespräch nach Premierenfilm und Kostproben der Drehar - beiten befasste sich mit zahlreichen technischen Fragen. Schneider gestand ein, dass in Hektik und unter Zeitdruck zum Teil auch an unbekannten Drehorten die Kameraarbeit gelegentlich vernachlässigt werden musste, dass der Ton hin und wieder nicht korrekt gesteuert, dass Material manches Mal fälschlich belichtet, bearbeitet oder kolo - riert war. Das Plaudern der Amateurfilmer aus dem Nähkörbchen geriet zum Fachsimplen. Clubvorsitzender Dieter Borowski, der die Regiearbeit von Bernd Schneider zeitweilig während der Dreharbeiten beobachtet hat, würdigte die Coolness des Regisseurs, bewunderte seine Gelas - senheit bei der Arbeit. Schneider seinerseits bekannte seine und seiner einhundert ehrenamtlich Mitwirkenden Freude darüber, dass die Sparkasse Koblenz dem Team den diesjährigen Koblenzer Bür - gerpreis zuerkannt hat. Stolz berichtete er, dass die Premiere seines neunten Films 12.500 Euro für einen guten Zweck eingebracht habe. In der Frage, ob er weiter Krimis drehen wird, hielt er sich allerdings bedeckt. Er freue sich, sagte er, auf einen künftigen Erfahrungs - austausch im Club, dessen Mitglied er vor einem halben Jahr geworden ist. –hs-
- 30. November 2019 -
Ein großartiger Erfolg für Stefan Tannenberg!
01. Dezember 2019
Am vergangenen Sonntag fand im Europäischen Kulturpark Museum Reinheim/Saarland das gemeinsame Landesfilmfestival 2019 der BDFA Landesverbände Rheinland-Pfalz und Saar - land statt. Am Start waren die in einer Voraus - wahl platzierten 15 besten Kurzfilme des Jahres. Eine fachkundige Jury wie auch die zahlreichen Zuschauer hatten es schwer, bei dem durchweg hohen Qualitätsniveau aller Filme eine Rangfolge aufzustellen. Gezeigt wurden Filme aus den Berei - chen Reise, Natur, Dokumentation und Spielfilm. Unser Clubfreund Stefan Tannenberg war mit seinen beiden Naturfilmen Natur im Wan - del der Jahreszeiten und Die gute Nase angetreten, die er noch während der Entstehungsphase in Ausschnit - ten im Club vorgeführt hatte. Während er für die „Jahreszeiten“ einen 2. Preis erhielt, zeich - nete die Jury ihn für den in weiten Teilen an und in dem Flüsschen Nister entstandenen Film sogar mit einem 1. Preis aus. Die drei Vorstandsmitglieder Dieter Borowski, Dieter Botter und Johannes Schatt - ner freuten sich, ihrem Clubfreund an Ort und Stelle zu seinem großartigen Erfolg herzlich gratulieren zu können. -db-
- 02. Dezember 2019 -
Dank an den Vorstand
Clubabend vom 12. Dezember 2019
Mit einem geselligen Abendimbiss im Soldatenheim und in Anwesenheit ihrer Partnerinnen verabschiedeten die Clubmitglieder das alte Jahr. In seiner Begrüßung erinnerte Vorsitzender Dieter Borowski an die 19 Abende, an denen der Club 2019 seinen Mitgliedern ein überaus reich - haltiges und vielseitiges Programm geboten habe. Großer Beifall galt dem Mitglied Stefan Tannenberg, der mit seinen Filmen beim diesjährigen Landesfilmwettbewerb des BDFA einen ersten und einen zweiten Preis errungen hat. Mit guten Wünschen zu Weihnachten und Neujahr schenkte der Vorstand jedem Mitglied eine schmucke Kerze. Und mit der Anmer - kung, dass auch der Vorstand einmal ein Dankeschön verdient habe, überreichte Cathrin Tannenberg-Schulz jedem der vier Vorstandsmitglieder ein Glas Apfelstrudel-Aufstrich mit beschwipsten Sultaninen aus eigener Produktion. Höhepunkt des Zusammenseins war die Uraufführung eines Filmes über die Moselfahrt, die der Club am 27. September aus „Spaß an der Freud“ unternommen hatte. Wolf Lechner hat in drei Wochen akribischer Arbeit die Aufnahmen von acht Filmern auf neun Spuren seines Schnittpro - gramms zusammengefügt und um eigene interessante Entdeckungen am Rande des Geschehens in Cochem und auf dem Mosel - schiff „Fortuna“ bereichert. Ute Bomm-Lech - ner hat den Text zum Film von Horst Schilling einfühlsam gesprochen. Zuversichtlich und mit vielen neuen Ideen werden die Filmer am 9. Januar 2020 ihr neues Clubjahr beginnen. –hs-
- 13. Dezember 2019 -
Unser nächstes Treffen
1. Halbjahr 2020
Neues Jahr mit neuen Filmen
„Bleiben Sie gesund und aktiv Drehen Sie neue Filme!“ ermunterte Dieter Borowski die Teilnehmer an der diesjährigen Mitgliederversammlung. Die Bilanz des Clubs im vergangenen Jahr kann sich sehen lassen. Der Vorsitzende zählte 18 Clubabende, die Filmvorführungen von 15 Autoren sowie verschiedene erfolgreiche Gemeinschaftsprojekte auf. Als Highlights im Clubgeschehen erwähnte er den gemeinsamen Ausflug an die Mosel, den Film darüber von Wolf Lechner sowie die beiden Preise, die Stefan Tannenberg mit zwei Naturfilmen beim Landesfilmfestival 2019 des BDFA errungen hat. Das Programm des neuen ersten Halbjahres bietet acht Autorenabende mit interessanten Filmen sowie Vorträge eines professionellen Sprechers und eines Image- und Werbefil - mers über deren lehrreiche Erfahrungen. Im Anschluss an den formalen Teil der Mitgliederversammlung präsentierte Die - ter Borowski noch drei Kurzfilme. Der erste handelte von einem Gefährt, welches den Autor in früher Kind - heit stark beeindruckt hat, nämlich den „Bulldog“ der Firma Heinrich Lanz aus Mannheim. Über Deutsch - land verteilt pflegen heute zahlreiche Liebhaber und Clubs derartige urtümliche Ungetüme, die zumeist aus schrottreifen Fundstücken zu neuem strahlenden Leben erwacht sind. Der Film zeigt ein Treffen mit einer lautstarken Parade von ein - drucksvollen Exemplaren. In zwei weiteren Filmen zeigte der Autor eine neue Doku - mentation über eine Lehrwerkstatt für Hufschmiede im Hunsrück sowie danach die stürmische Passage mit einem Kreuzfahrtschiff durch den Kanal von Korinth.
- 11. Januar 2020 -
Und so geht es weiter:
27. Februar 2020 / 19:30 Uhr
Freuen Sie sich auf drei Filme von Werner Weyer
12. März 2020 / 19:30 Uhr
Autorenabend mit Dieter Botter 1) Reisefilm: Marseille in 6 Tagen / 25‘ 2) Jahresausflug des Clubs nach Cochem 12‘
26. März 2020 / 19:30 Uhr
Autorenabend mit Johannes Schattner 40‘ (Info in Arbeit)
09. April 2020 / 19:30 Uhr
Autorenabend mit Garry Krätz 40‘, 10‘, 12‘ (Info in Arbeit)
23. April 2020 / 19:30 Uhr
Autorenabend mit Stefan Tannenberg und Hans Seidler 40‘, 10‘, 12‘ (Info in Arbeit)
07. Mai 2020 / 19:30 Uhr
Gastredner Roland Geiger vom Sprecherstudio Koblenz gibt uns einen Einblick in seine Arbeit: Wie man einen Filmtext spricht“.
28. Mai 2020 / 19:30 Uhr
Autorenabend mit Horst Schilling (Info in Arbeit)
18. Juni 2020 / 19:30 Uhr
Autorenabend mit Jürgen Schmieder 40‘, 17‘ (Info in Arbeit)
23. März 2020 / 19:00 Uhr
Besuch beim Fotoclub Koblenz
Clubabend vom 09. Januar 2020
Clubabend am 23. Januar 2020
Filme mit eigener oder fremder Stimme?
Eigentlich hatte man an diesem Abend von Roland Geiger erfahren wol - len, worauf es ankommt, wenn man einen Filmtext spricht. Der Leiter eines Koblenzer Sprecher-Studios musste seine Teilnahme aber leider absagen und der Club daher ein Ersatzprogramm stemmen. Dieter Borowski vermittelte zu Beginn mit zwei Hörproben zumindest ein akustisches Kennenlernen des verhinderten Referenten. Er hatte einen Film über einen Hunsrücker Hufschmied selbst kommentiert und denselben Filmtext auch von Roland Geiger sprechen lassen. Wenn Borowski auch eingestand, dass seine Sprechweise ihn nicht zufrieden - stelle, bescheinigten ihm seine Zuhörer, gravierende Unterschiede nicht feststellen zu können, bekundeten zugleich aber weiterhin ihr großes Interesse daran, von einem Fachmann die Techniken sprachlicher Gestaltung zu erfahren. Um das Zustandekommen eines Gesprächs mit dem Profi zu einem späteren Zeitpunkt will man sich daher bemühen. Großen Beifall erhielt Jakob Breidenbach aus Schalkenbach für seinen 20minütigen Film „Trockenes Land“, der beim jüngsten Landes - filmfestival des BDFA mit einem 1.Preis ausgezeichnet worden ist. Mit meisterlichem Gespür für Nahaufnahmen und sicherer Anwendung des Goldenen Schnittes hatte der Autor die endlosen Wei - ten der Namib-Wüste und die unvergleichliche Harmonie dieser Dünenlandschaft am frühen Morgen eingefan - gen, bei gefühlten 40 Grad die spärliche Flora sowie die artenreiche Fauna aufgespürt. Eines der trockensten Gebiete der Erde lässt sich nicht beschreiben, man muss es sehen, gestand er ein. Vor die Wahl gestellt, den preisgekrönten Film mit der Stimme des Autors oder der eines Fremdsprechers zu erleben, entschieden sich die Zuschauer nach einer kurzen Hörprobe für den Autor, fanden dessen Kölsche Tonfärbung als authentisch, erkannten in seiner Sprachweise eine unnachahmliche emotionale Bindung zum Geschehen. Anschließend sahen die Clubmitglieder und ihre Gäste einen zehnmi - nütigen Film, den ein Videoreporter der Arbeitsgemeinschaft berufliche Bildung der Zeitungsverleger über das Engagement von Horst Schilling im Deutschen Presserat und die Ausbildung junger Journalisten gedreht hat. Dass der Filmer als Interviewer nicht in Erscheinung tritt, sondern dem Gesprächspartner allein das Wort überlässt, würdigte Schilling als eine ungewöhnliche und interessante Darstellungsform. Beifall galt sowohl dem Protagonisten als auch dem Kameramann und Cutter als Einzelkämpfer. In seinem halbstündigen Film „Pimenta“ zeigte Werner Weyer feinfühlig die ersten acht Monate im Leben eines Foh - lens im ländlichen Idyll des Birkenhofes in Nievern auf. Mitwirkende sind die Mama im Stall und auf der Weide, der besorgte und zugleich stolze Besitzer, Tierarzt und Huf - schmied sowie Kinder, die das kleine Pferd füttern und streicheln dürfen. Eingeblendete Texte verdeutlichen die Liebe zum Tier. Darunter die Feststellung: Wer ein Leben lang glück - lich sein will, der werde Reiter!“ Freudige Feststellung am Rande: Der Club hat sich einen neuen Player angeschafft. Pannenfreie Filmvorführungen sind jetzt garantiert. –hs-
- 25. Januar 2020 -
2019 auf Mallorca. Wir hielten uns hauptsächlich an der herrlichen Nordküste der Insel auf. Die Städte Sóller, Vallde - mossa - die Karthause in der Chopin einen Winter ver - brachte -, aber auch die Karthedrale in Palma wurde besucht
Im vergangenen Jahr waren wir wieder an der Ostsee in Ahrenhoop. Heimwärts machten wir einen kurzen Aufenthalt in Berlin. Szenen, gefilmt in den Hansestädten Rostock und in Stralsund sind zu sehen. In Berlin besuchten wir eine Show im Friedrichstadt Palast.
Dieser Film ist vom Winter 2018 bis zum Herbst 2019 ent - standen. Der Prolog im Vorspann berichtet von der Verände - rung der vier Jahreszeiten in unserem Bewusstsein.