Filmclub Deinhard Koblenz
Wir drehen Filme:
für uns, für die Familie, für andere Menschen. Wir treffen uns alle vierzehn Tage, um einander Filme zu zeigen und unser Wissen auszutauschen. Wir sind über das Internet miteinander vernetzt, um uns zu verständigen. Wir helfen einander, wenn es Probleme gibt: mit der Kamera, mit den Schnittgeräten, mit der Software.
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Fachsimpeln mit einem Regisseur
Clubabend vom 28. November 2019
Den letzten Autorenabend des Clubs im alten Jahr gestalteten Filme - macher Bernd Schneider, Catrin Nickenig, eine der Hauptdarstellerin - nen, und Kameramann Kurt Seifert mit einer selbstkritischen Betrachtung ihres jüngsten Krimis. Aufhänger war ein Film, den Sei - fert am 9. November über die Premiere des neunten Koblenzer Benefiz-Krimis „Das dritte Auge“ in der Rhein-Mosel- Halle gedreht hatte und an diesem Abend vorführte. Bernd Schneider schilderte die Fülle der Fragen, die sich ihm vor und nach der Premiere stellten. Wählt man lieber einen kleinen Saal, der voll ist, als einen großen Saal, der halbvoll ist? Kürzt man das Vorpro - gramm? Ist ein Film von zwei Stunden Dauer zu lang? Wie vermarktet man den Film? Lohnt es sich, noch einmal einen Film zu drehen? Wenn ja, kann man besser planen? Das Rundgespräch nach Premierenfilm und Kostproben der Drehar - beiten befasste sich mit zahlreichen technischen Fragen. Schneider gestand ein, dass in Hektik und unter Zeitdruck zum Teil auch an unbekannten Drehorten die Kameraarbeit gelegentlich vernachlässigt werden musste, dass der Ton hin und wieder nicht korrekt gesteuert, dass Material manches Mal fälschlich belichtet, bearbeitet oder kolo - riert war. Das Plaudern der Amateurfilmer aus dem Nähkörbchen geriet zum Fachsimplen. Clubvorsitzender Dieter Borowski, der die Regiearbeit von Bernd Schneider zeitweilig während der Dreharbeiten beobachtet hat, würdigte die Coolness des Regisseurs, bewunderte seine Gelas - senheit bei der Arbeit. Schneider seinerseits bekannte seine und seiner einhundert ehrenamtlich Mitwirkenden Freude darüber, dass die Sparkasse Koblenz dem Team den diesjährigen Koblenzer Bür - gerpreis zuerkannt hat. Stolz berichtete er, dass die Premiere seines neunten Films 12.500 Euro für einen guten Zweck eingebracht habe. In der Frage, ob er weiter Krimis drehen wird, hielt er sich allerdings bedeckt. Er freue sich, sagte er, auf einen künftigen Erfahrungs - austausch im Club, dessen Mitglied er vor einem halben Jahr geworden ist. –hs-
- 30. November 2019 -
Ein großartiger Erfolg für Stefan Tannenberg!
01. Dezember 2019
Am vergangenen Sonntag fand im Europäischen Kulturpark Museum Reinheim/Saarland das gemeinsame Landesfilmfestival 2019 der BDFA Landesverbände Rheinland-Pfalz und Saar - land statt. Am Start waren die in einer Voraus - wahl platzierten 15 besten Kurzfilme des Jahres. Eine fachkundige Jury wie auch die zahlreichen Zuschauer hatten es schwer, bei dem durchweg hohen Qualitätsniveau aller Filme eine Rangfolge aufzustellen. Gezeigt wurden Filme aus den Berei - chen Reise, Natur, Dokumentation und Spielfilm. Unser Clubfreund Stefan Tannenberg war mit seinen beiden Naturfilmen Natur im Wan - del der Jahreszeiten und Die gute Nase angetreten, die er noch während der Entstehungsphase in Ausschnit - ten im Club vorgeführt hatte. Während er für die „Jahreszeiten“ einen 2. Preis erhielt, zeich - nete die Jury ihn für den in weiten Teilen an und in dem Flüsschen Nister entstandenen Film sogar mit einem 1. Preis aus. Die drei Vorstandsmitglieder Dieter Borowski, Dieter Botter und Johannes Schatt - ner freuten sich, ihrem Clubfreund an Ort und Stelle zu seinem großartigen Erfolg herzlich gratulieren zu können. -db-
- 02. Dezember 2019 -
Dank an den Vorstand
Clubabend vom 12. Dezember 2019
Mit einem geselligen Abendimbiss im Soldatenheim und in Anwesenheit ihrer Partnerinnen verabschiedeten die Clubmitglieder das alte Jahr. In seiner Begrüßung erinnerte Vorsitzender Dieter Borowski an die 19 Abende, an denen der Club 2019 seinen Mitgliedern ein überaus reich - haltiges und vielseitiges Programm geboten habe. Großer Beifall galt dem Mitglied Stefan Tannenberg, der mit seinen Filmen beim diesjährigen Landesfilmwettbewerb des BDFA einen ersten und einen zweiten Preis errungen hat. Mit guten Wünschen zu Weihnachten und Neujahr schenkte der Vorstand jedem Mitglied eine schmucke Kerze. Und mit der Anmer - kung, dass auch der Vorstand einmal ein Dankeschön verdient habe, überreichte Cathrin Tannenberg-Schulz jedem der vier Vorstandsmitglieder ein Glas Apfelstrudel-Aufstrich mit beschwipsten Sultaninen aus eigener Produktion. Höhepunkt des Zusammenseins war die Uraufführung eines Filmes über die Moselfahrt, die der Club am 27. September aus „Spaß an der Freud“ unternommen hatte. Wolf Lechner hat in drei Wochen akribischer Arbeit die Aufnahmen von acht Filmern auf neun Spuren seines Schnittpro - gramms zusammengefügt und um eigene interessante Entdeckungen am Rande des Geschehens in Cochem und auf dem Mosel - schiff „Fortuna“ bereichert. Ute Bomm-Lech - ner hat den Text zum Film von Horst Schilling einfühlsam gesprochen. Zuversichtlich und mit vielen neuen Ideen werden die Filmer am 9. Januar 2020 ihr neues Clubjahr beginnen. –hs-
- 13. Dezember 2019 -
Unser nächstes Treffen
1. Halbjahr 2020
Neues Jahr mit neuen Filmen
„Bleiben Sie gesund und aktiv Drehen Sie neue Filme!“ ermunterte Dieter Borowski die Teilnehmer an der diesjährigen Mitgliederversammlung. Die Bilanz des Clubs im vergangenen Jahr kann sich sehen lassen. Der Vorsitzende zählte 18 Clubabende, die Filmvorführungen von 15 Autoren sowie verschiedene erfolgreiche Gemeinschaftsprojekte auf. Als Highlights im Clubgeschehen erwähnte er den gemeinsamen Ausflug an die Mosel, den Film darüber von Wolf Lechner sowie die beiden Preise, die Stefan Tannenberg mit zwei Naturfilmen beim Landesfilmfestival 2019 des BDFA errungen hat. Das Programm des neuen ersten Halbjahres bietet acht Autorenabende mit interessanten Filmen sowie Vorträge eines professionellen Sprechers und eines Image- und Werbefil - mers über deren lehrreiche Erfahrungen. Im Anschluss an den formalen Teil der Mitgliederversammlung präsentierte Die - ter Borowski noch drei Kurzfilme. Der erste handelte von einem Gefährt, welches den Autor in früher Kind - heit stark beeindruckt hat, nämlich den „Bulldog“ der Firma Heinrich Lanz aus Mannheim. Über Deutsch - land verteilt pflegen heute zahlreiche Liebhaber und Clubs derartige urtümliche Ungetüme, die zumeist aus schrottreifen Fundstücken zu neuem strahlenden Leben erwacht sind. Der Film zeigt ein Treffen mit einer lautstarken Parade von ein - drucksvollen Exemplaren. In zwei weiteren Filmen zeigte der Autor eine neue Doku - mentation über eine Lehrwerkstatt für Hufschmiede im Hunsrück sowie danach die stürmische Passage mit einem Kreuzfahrtschiff durch den Kanal von Korinth.
- 11. Januar 2020 -
Und so geht es weiter:
26. März 2020 / 19:30 Uhr
09. April 2020 / 19:30 Uhr
Autorenabend mit Garry Krätz 40‘, 10‘, 12‘ (Info in Arbeit)
23. April 2020 / 19:30 Uhr
Autorenabend mit Stefan Tannenberg und Hans Seidler 40‘, 10‘, 12‘ (Info in Arbeit)
07. Mai 2020 / 19:30 Uhr
Gastredner Roland Geiger vom Sprecherstudio Koblenz gibt uns einen Einblick in seine Arbeit: Wie man einen Filmtext spricht“.
28. Mai 2020 / 19:30 Uhr
Autorenabend mit Werner Weyer (16´, 18´, 21´ 22´ )
18. Juni 2020 / 19:30 Uhr
Autorenabend mit Jürgen Schmieder 40‘, 17‘
Clubabend vom 09. Januar 2020
Clubabend am 23. Januar 2020
Filme mit eigener oder fremder Stimme?
Eigentlich hatte man an diesem Abend von Roland Geiger erfahren wol - len, worauf es ankommt, wenn man einen Filmtext spricht. Der Leiter eines Koblenzer Sprecher-Studios musste seine Teilnahme aber leider absagen und der Club daher ein Ersatzprogramm stemmen. Dieter Borowski vermittelte zu Beginn mit zwei Hörproben zumindest ein akustisches Kennenlernen des verhinderten Referenten. Er hatte einen Film über einen Hunsrücker Hufschmied selbst kommentiert und denselben Filmtext auch von Roland Geiger sprechen lassen. Wenn Borowski auch eingestand, dass seine Sprechweise ihn nicht zufrieden - stelle, bescheinigten ihm seine Zuhörer, gravierende Unterschiede nicht feststellen zu können, bekundeten zugleich aber weiterhin ihr großes Interesse daran, von einem Fachmann die Techniken sprachlicher Gestaltung zu erfahren. Um das Zustandekommen eines Gesprächs mit dem Profi zu einem späteren Zeitpunkt will man sich daher bemühen. Großen Beifall erhielt Jakob Breidenbach aus Schalkenbach für seinen 20minütigen Film „Trockenes Land“, der beim jüngsten Landes - filmfestival des BDFA mit einem 1.Preis ausgezeichnet worden ist. Mit meisterlichem Gespür für Nahaufnahmen und sicherer Anwendung des Goldenen Schnittes hatte der Autor die endlosen Wei - ten der Namib-Wüste und die unvergleichliche Harmonie dieser Dünenlandschaft am frühen Morgen eingefan - gen, bei gefühlten 40 Grad die spärliche Flora sowie die artenreiche Fauna aufgespürt. Eines der trockensten Gebiete der Erde lässt sich nicht beschreiben, man muss es sehen, gestand er ein. Vor die Wahl gestellt, den preisgekrönten Film mit der Stimme des Autors oder der eines Fremdsprechers zu erleben, entschieden sich die Zuschauer nach einer kurzen Hörprobe für den Autor, fanden dessen Kölsche Tonfärbung als authentisch, erkannten in seiner Sprachweise eine unnachahmliche emotionale Bindung zum Geschehen. Anschließend sahen die Clubmitglieder und ihre Gäste einen zehnmi - nütigen Film, den ein Videoreporter der Arbeitsgemeinschaft berufliche Bildung der Zeitungsverleger über das Engagement von Horst Schilling im Deutschen Presserat und die Ausbildung junger Journalisten gedreht hat. Dass der Filmer als Interviewer nicht in Erscheinung tritt, sondern dem Gesprächspartner allein das Wort überlässt, würdigte Schilling als eine ungewöhnliche und interessante Darstellungsform. Beifall galt sowohl dem Protagonisten als auch dem Kameramann und Cutter als Einzelkämpfer. In seinem halbstündigen Film „Pimenta“ zeigte Werner Weyer feinfühlig die ersten acht Monate im Leben eines Foh - lens im ländlichen Idyll des Birkenhofes in Nievern auf. Mitwirkende sind die Mama im Stall und auf der Weide, der besorgte und zugleich stolze Besitzer, Tierarzt und Huf - schmied sowie Kinder, die das kleine Pferd füttern und streicheln dürfen. Eingeblendete Texte verdeutlichen die Liebe zum Tier. Darunter die Feststellung: Wer ein Leben lang glück - lich sein will, der werde Reiter!“ Freudige Feststellung am Rande: Der Club hat sich einen neuen Player angeschafft. Pannenfreie Filmvorführungen sind jetzt garantiert. –hs-
- 25. Januar 2020 -
Clubabend am 12. März 2020
Marseille, lebendige Stadt am Mittelmeer
Und wieder einmal hatten sich Dieter Botter und seine Reisefreunde im letzten Jahr ein sehr attraktives Reiseziel ausgesucht. Bequem ging es im TGV von Koblenz nach Marseille, der französischen Hafenstadt am Mittelmeer, die so ziemlich alles auf sich vereinigt, was den Cha - rakter der Provence und von Südfrankreich ausmacht. Den wohl spektakulärsten Blick auf die Stadt hat man von der Basilika Notre Dame de la Garde “, die als Wahrzei - chen auf einer 160 Meter hohen Anhöhe steht. Jährlich 2 Millionen Menschen besu - chen diese Marien-Wallfahrtskirche, die auch „La Bonne Mère“ genannt wird. Das Mauerwerk besteht außen und innen aus farblich kontrastierenden Schichten, die wesentlich zum orientalischen Charakter des Gebäudes beitragen. Im Zentrum der Stadt liegt der Alte Hafen Vieux Port. Am Quai des Belges gibt es einen Fischmarkt. Das Quartier du Panier mit seinen zum Teil aus dem 16. und 17. Jahrhundert stammen - den Häusern gilt als Kern und Ort frühester Besiedlungen des alten Marseille. Hier befin - det sich auch das alte Rathaus. Nicht weit entfernt liegt die Kathedrale von Marseille (Cathédrale Sainte-Marie-Majeure de Mar - seille) Sie ist die Bischofskirche der römisch-katholischen Erzdiözese Marseille. Besonders eindrucksvoll ist das Ensemble von alter Zitadelle und dem modernen Museum der Zivilisationen Europas und des Mittelmeeres “, welches im Zuge Mar - seilles als Kulturhauptstadt Europas 2013 eröffnet wurde. Ein kleiner Schiffausflug führte zu einer vor der Stadt gelegenen Insel - gruppe, die früher als Gefängnis und nach einer Pest als Quarantaine - station diente. Nicht allzu weit entfernt liegt ein Zentrum der Provence: Aix en Pro - vence. Die berühmte Altstadt mit ihrer Kathe - drale sollte jeder Besucher von Südfrankreich gesehen haben und so kehrten alle Teilnehmer am Abend voller Eindrücke von dieser Tages - tour zurück. Ein weiterer Ausflug nach Cassis mit seinem Fischereihafen sowie eine Boots - fahrt entlang der berühmten Kreidefelsen runde - ten eine prall gefüllte Woche ab. Zum Abschluss rief ein von Dieter Botter leb - haft gedrehter Film noch einmal Erinnerungen an einen erlebnisreichen Clubausflug an die Mosel im vergangenen Jahr wach. Beide Filme honorierte das Publikum mit viel Beifall. In einer anschließenden Gesprächsrunde diskutierte man noch aus - giebig über die Vor- und Nachteile der neuen kleinen, mit einem Gimbalkopf ausgestatteten Kameras, die Dieter Botter für beide Filme eingesetzt hatte. Die allseits voll überzeugende Bildqualität spricht für diese neue Technik insbesondere für Outdooreinsätze und Reisefilme. -db-
- 14. März 2020 -
Autorenabend mit Johannes Schattner Er stellt uns 3 seiner Filme vor: 1 Bretagne erleben ( ca. 20 Min) 2 Vendée und die Ile d’Yeu ( ca. 20 Min) 3 Zwei Versionen über das Anagagebirge auf Teneriffa ( jeweils 6 Min)
Liebe Videofreunde die derzeitigen Umstände bringen, wie erwartet, auch unser Clubleben zum Erliegen. Alle unsere Veranstaltungen dieses Halbjahres sind bis auf Weiteres ausgesetzt. Der Vorstand bittet um Verständnis.