Filmclub Deinhard Koblenz
Wir drehen Filme:
für uns, für die Familie, für andere Menschen. Wir treffen uns alle vierzehn Tage, um einander Filme zu zeigen und unser Wissen auszutauschen. Wir sind über das Internet miteinander vernetzt, um uns zu verständigen. Wir helfen einander, wenn es Probleme gibt: mit der Kamera, mit den Schnittgeräten, mit der Software.
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2. Halbjahr 2022
Unser nächstes Treffen
Clubabend vom 05. Mai 2022
Drei Filme der Autoren Hans Seidler und Dieter Stark
Den Clubabend des Monats Mai gestalteten die beiden Filmautoren Hans Seidler und Dieter Stark mit drei eindrucksvollen Reisefilmen. Hans Seidler ist bereits seit langem bekennender Ostseeliebhaber, eine Leidenschaft, die nach der Wende und mit dem Erschließen der neuen Ostseestrände noch weiteren Auftrieb erhielt. Jeder Zuschauer, der bisher den Weg nach Mecklenburg-Vorpommern noch nie gefun - den hat, müsste spätestens nach diesen beiden Filmen die Koffer packen, wenn er nicht ein ausgewiesener Reisemuffel ist. Ahrens - hoop, Graal -Müritz, Prerow, Zingst, Stralsund, Greifswald, Rostock und der Darß sind nur einige der besuchten Stationen. Strahlend blauer Himmel, aber auch sturmgepeitschte Ostsee zeigen Landschaft und Küste von ganz unterschiedlichen, aber nie eintönigen Seiten. Eine weitere Reise führte den Autor nach Usedom . Hier sticht ganz besonders der breite und kilometerlange weiße Sandstrand ins Auge. Wer hier einen Urlaub bei passendem Wetter verbringt, bei dem kommt keine Sehnsucht mehr nach Mittelmeer oder Karibik auf. Use - dom, früher auch als Badewanne der Berliner apostrophiert, kann besonders mit dem Pfund der aus damaliger Zeit stammenden und erhalten gebliebenen Bäderarchitektur wuchern. Wer sich heute in sei - nem Strandkorb umdreht und landeinwärts schaut, dem fallen an sehr vielen Stellen die wunderbar renovierten Villen und Hotels auf, die dank Umsicht früherer Machthaber oder durch Zufall die Zeitläufte seit Kriegstagen überstanden hatten. Glücklich kann sich allerdings der preisen, der nicht, wie der Rheinländer, erst einmal eine über eintau - send Kilometer lange Anreise bewältigen muss. Dieter Stark bereiste vor ein paar Jahren Norwegen mit dem Auto . Dieses von Fjorden, Gletschern, Bergen, riesigen Wasserfällen, roten Holzhäusern und im Sommer nicht untergehender Sonne geprägte Land erschließt sich den meisten Besuchern eher aus der Perspektive des Seereisenden. Der Autor beweist aber mit seinem Film, das sich sehr viele Regionen auch anders und ebenso abwechslungsreich bereisen lassen. Um durch den längsten Tunnel der Welt (24,5 km) zu fahren, braucht es einen fahrbaren Untersatz. Und viele unter Kreuz - fahrern so beliebte Fjorde wie der Geiranger Fjord sind ebenfalls auf dem Landweg erreichbar. Neben einer gekonnten Kameraführung und passender Hintergrundmusik zeichnet sich der Film besonders auch durch einen ausdrucksstarken und einfühlsam gesprochenen Kom - mentar aus. – db -
- 09. Mai 2022 -
Ein Autorenabend mit Jakob Breidenbach
Die anwesenden Mitglieder waren gespannt auf die Filme, die ihnen an diesem Abend von unserem Clubfreund Jakob Breidenbach präsentiert würden. Und sie wurden nicht enttäuscht. Der reisefreudige Filmautor berichtete zunächst von einer Reise auf die indonesische Insel Bali . Dort wurde er mit seiner Kamera Zeuge eines besonderen religiösen Festes, dem GALUNGAN. Galungan ist einer der wichtigsten Feiertage auf Bali, dem Jahrestag der Schöpfung der Welt, der alle 210 Tage gefeiert wird. Es ist der Beginn eines 10 tägigen ausschweifenden Festes, an dem die Geister der Vorfahren auf die Erde zurückkehren, um mit der Familie zu leben und sich zehn Tage später, an Kuningan, wieder in ihre Wohnstätte zu begeben. Gleichzeitig wird durch rituelle Handlungen der Sieg des Guten über das Böse zelebriert. Eindrucksvolle Aufnahmen von den feiernden Ein - wohnern, auch besonders gelungene Nahaufnahmen, keine Spiele - reien mit Schwenks oder Zoom, ein eingängig verfasster und gesprochener Kommentar sowie unaufdringliche Hintergrundmusik lie - ßen Begeisterung bei den Zuschauern aufkommen. Über fast 2 Jahre hinweg beobachtete der Filmautor mit der Kamera einen uralten, knorrigen Apfelbaum in seiner Nachbarschaft. Der jahreszeitlich bedingte Wechsel in der Natur all - gemein wird an diesem Prachtexemplar von Baum besonders deutlich und auch stimmungs - voll sichtbar. Wie wichtig er mit seinen Früchten auch für die Fauna ist, zeigen sehr gelungene Nahaufnahmen von Vögeln, Insekten und jun - gen Füchsen. Ob sommerliche Gewitter oder dicker winterlicher Rauhreif, diesem Baum scheinen auch heftige Naturgewalten nichts anhaben zu können. Jedem Marokkoreisenden sind die alten, traditionsreichen Städte wie Casablanca, Marrakesch oder Fès bekannt. In letztere führte eine weitere Reise den Autor. Hauptattraktion ist die von einer Mauer umgebene Altstadt mit Gebäu - den aus der Zeit der Meriniden, geschäftigen Souks und der für Bazare typischen gediegenen Atmosphäre. Hinein und auch wieder hinaus gelangt man durch die berühmte Blue Gate, einem prunkvoll verzierten kolonialzeitlichen Stadttor. Es ist das typische, manchmal auch etwas irritierende Nebeneinan - der von Tradition und Moderne solcher Bazare mit ihrem fast unerschöpflichen Warenangebot, welches den Besucher in seinen Bann zieht. Wohl dem, der sich anschließend zur Erholung in einen der mittendrin liegenden Riads, einer hotelähnlichen Oase der Ruhe, zurückziehen kann. Den Kölner Dom mal aus einer ganz anderen Perspektive zu erleben, davon zeugt ein weiterer Film von Jakob Breidenbach. 270 Stufen hoch führt der nicht ganz unbeschwerliche Weg hinauf in die Dachregionen weit oberhalb des Kirchen - schiffs. Die besonderen Herausforderungen für die Dombauhütte als stete Erhalterin dieses im 13. Jahrhundert begon - nenen weltberühmten Monuments werden hier eindrucksvoll sicht- und erlebbar. Fast atemlos staunend betrachtet der Besucher die Glockenstühle mit ihren gewaltigen Geläuten und ist fasziniert von den gelegentlichen Blicken auf die tief unten liegende Großstadt am Rhein. Der Filmautor wohnt unweit des Ahrtals und hat sich über viele Tage nach der Flutkatastrophe auch als zupacken - der Helfer betätigt. Feinfühlig und ohne seine vielen Mithelfer zu behelligen hat er fast nur mit einer kleinen Actionka - mera Szenen eingefan - gen, die uns auch nach fast einem Jahr immer wieder sprachlos machen. Heute kann man eigentlich nur hoffen, dass den betroffenen Bewohnern ihre Ausdauer und ihre Zuversicht trotz vieler Hindernisse nicht abhandenkommt. - db -
- 06. Juni 2022 -
Ein Autorenabend mit Dieter Botter
Clubabend vom 02. Juni 2022
Clubabend vom 07. Juli 2022
Zu Beginn des Clubabends gedachten die Anwesenden unseres verstor - benen Mitglieds Horst Schilling. Der Autorenabend mit Filmen von Dieter Botter bestand aus vier Filmen: Für eine Reisegruppe rheinland-pfälzischer Steuerberater dokumentierte der Autor im ersten Film eine Reise nach Breslau, Tschenstochau, Kra - kau und Prag. Von Breslau präsentierte er den Rynek, den Großen Ring als Herz mit dem mittelalterlichen Marktplatz, den gotischen Breslauer Dom mit sei - nem imposanten Altarraum und dem barocken Deckengemälde, die ehemalige Fleischer - gasse mit den alten Fleischbänken und die zum Unesco Weltkulturerbe zählende Jahr - hunderthalle, eine Veranstaltungsstätte für kulturelle und sportliche Events. Die Original - kommentare der engagierten einheimischen Führer halfen dem Zuschauer, geschichtliche Zusammenhänge zu verstehen. Das berühmte Gnadenbild der Schwarzen Madonna im Paulinerkloster von Tschenstochau auf dem Berg Jasna Góra ist der Höhepunkt eines Klosterbesuchs. Das Gewölbe der dreischiffi - gen barocken Basilika zieren unzählige Fresken. Im repräsentativen Rittersaal befin - den zahlreiche Gemälde aus dem 17. Jahr - hundert mit wichtigen Ereignissen aus der Geschichte des Ordens. Die Frömmigkeit der Polen erkennt der Zuschauer in den zahlreichen Pilgergruppen. Die erbaute Tempel-Synagoge (Synagoga Tempel) in Krakau ist eine von sieben verbliebenen Synagogen im ehemaligen jüdischen Viertel. Die Synagoge ist bekannt für ihr vergoldetes Hol - zinterieur im maurischen Stil. Die Wawel Burg , das Königsschloß, ist eine der bekann - testen Sehenswürdigkeiten. Die Kathedrale war Krönungsstätte polnischer Könige. Der Rynek, der größte mittelalterliche Platz in ganz Europa, wird von alten Kirchen und farbenfrohen Stadthäusern umsäumt. Die Zuschauer sind von der gotischen St. Marienbasilika mit den beeindruckenden Mauern und den innen- wie außen liegenden Kunstwerken verzaubert. Das Signalhorn aus 80 Metern Höhe gibt dem Besucher die volle Stunde an. Im „Ariel“ einem Restaurant im jüdischen Vier - tel endet der ereignisreiche Besuch mit jüdi - scher Volksmusik (Klezmer). Etwas außerhalb von Krakau liegt das älteste Salzbergwerk, Teil des UNESCO Weltkulturer - bes. Die harten Arbeitsbedingungen unter Tage dokumentiert die Ausstellung. Die letzte Station der Gruppenreise war die tschechische Hauptstadt Prag. Nachtaufnahmen beginnen die Präsentation vieler Sehenswürdig - keiten, die reiche Kultur und vielfältige Archi - tektur der ehemaligen Residenzstadt Böhmens. Die Karlsbrücke , der Pulverturm, der Alt - städter Ring mit dem Rathaus, der Wenzels - platz, der Veitsdom, die St. Georgsbasilika, die Prager Burg mit dem Wachwechsel u.a.m. stellte der Reisefilm seinen Teilnehmern zum Nacherleben zur Verfügung. Der Filmautor zeigt Kurzfilme aus Thailand und Vietnam, die während zweier Tagesausflüge während einer Kreuz - fahrt entstanden sind. „Das Heiligtum der Wahrheit“, ein Museum in monumentaler Holzkonstruktion, und ein Zoobesuch mit ver - schiedenen Tierdressuren in Thailand prä - sentierte der Autor einem staunenden Publikum. In Vietnam entstanden die Aufnahmen mit dem „Tempel der Harmonie“ als Stätte der religiösen Versammlung. Pagoden, ein Gästehaus zur Meditation sowie ein Kloster bildeten ein buddhistisches Zentrum. Zahlreiche Aufnahmen exotischer Naturaufnahmen rundeten die gesammelten Eindrücke ab. - J.S. -
- 10. Juli 2022 -
- 11. November 2022 -
Ein Autorenabend mit Johannes Schattner
Clubabend vom 03. August 2022
Der Clubabend mit Filmen unseres Clubmitglieds Johannes Schattner präsentierte Informatives ( Herstellung des Olivenöls ), regte mit dem Film Die Pupillen der Hungernden zum Nachdenken an und ließ die Betrachter eine Wohnmobilreise durch Frankreich („ Tour de France“ ) miterleben. Der erste Film zeigte nach der Ernte der Oliven zwei Herstellungsverfahren. Im tra - ditionellen Verfahren werden die Oliven von großen in Dreiecksform angeordneten Mühlsteinen zu einem Brei zer - quetscht. Das moderne Verfahren häckselt die Oliven. Bei beiden Verfahren wird der Brei auf eine Matte aufgebracht und schließlich gepresst. Der zweite Film zu dem von Nazim Hikmet verfassten lyrischen Text „Die Pupillen der Hungernden“ aus dem Jahre 1922 adaptiert eine Form des „literarischen Quartetts“ als Trio. Telefonisch äußern sich der türkische Autor Nazim Hikmet ( 1902 1963) vom Friedhof in Moskau und der türkische Pianist und Komponist Fazil Say (*1970) zu dem Text. Nazim Hikmet beschrieb in seinen lyrischen Text die furchtbaren Hungersnöte bei seinem Marsch durch den Kaukasus in der Zeit der großen Umwäl - zungen in der entstehenden Sowjetunion. Der zeitgenössische türkische Pianist und Komponist schrieb sein Oratorium „Nazim“ zu Tex - ten Nazim Hikmets als Auftragsarbeit des türkischen Kulturministeri - ums. Der Text „Die Pupillen der Hungernden“ wird in türkischer Sprache, in der deutschen Übersetzung und konzertant aus einer Auf - führung in Istanbul filmisch umgesetzt. Auch wenn der Text jetzt 100 Jahre alt ist, gewinnt er durch die gegen - wärtige weltpolitische Situation eine bedrückende Aktualität. Nach der etwas anspruchsvollen Kost des zweiten Filmes erholten sich die Zuschauer beim Miterleben einer Frankreichreise (Tour de France). Die Dokumentation aus dem Jahre 2021 präsentierte u.a. das „Fort Boyard“ südlich von La Rochelle, den Phare Cordouan in der Mündung der Gironde, die Pässe der Pyrenäen, die fast jährlich Ziel der Radpro - fis sind, und eine Fahrt mit dem „Train jaune“ in der Cerdagne von Mont-Louis nach Villefranche-de-Conflent. - J.S. -
- 07. August 2022 -
Jahresabschlussfeier am
08. Dezember um 18.30 h in der "Weinlaube" Einladungshinweise unseres Vorsitzenden beachten!
„Der Atlantische Lachs im Westerwald“ Cathrin und Stefan Tannenberg gestalteten den Clubabend mit ihrem einer breiteren Öffentlichkeit gezeigten Film „Der Atlantische Lachs im Wester - wald“. Die über fünf Jahre entstandene Dokumentation zeigt den „Westerwälder Lachs“ beim natürlichen Ablaichen und der Befruchtung in Zuchtbetrieben. Das Schlüpfen aus dem Laich, seine Aus - wilderung und das lang - same Heranwachsen in der Nister fängt die Kamera mit Groß- und Unterwasseraufnahmen ein. Die Dokumentarfilmer verfolgen die Wanderung des „Westerwälder Lachses“ durch die Flüsse bis in den Atlantik im hohen Norden vor Grönland und auch wie - der zurück. Der Zuschauer wird emotional filmisch eingebunden in die Bedrohungen und den Überlebenskampf des Lach - ses. Fressfeinde und vor allem die vom Menschen verursachten Schädi - gungen der Lebensumwelt des „Westerwälder Lachses“ durch Stauwehre, Erosion, verdreckte Flußgewässer und Meere werden eindringlich dokumentiert. Es gebührt den Dokumentarfilmern, unseren Clubmitgliedern, höchste Anerkennung, die komplexe Thematik umfassend dargestellt zu haben. Nachdenklich und gleichermaßen beeindruckt verfolgt jedes Clubmitglied die außergewöhnlichen und qualita - tiv hochwertigen Kameraaufnahmen. - J.S. - .
Clubabend vom 10. November 2022
Autorenabend mit Familie Tannenberg
- 14. November 2022 -